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Platt/Huber erobern Gelb!

Böhme/Stiebjahn fahren auf’s Podium – Schlammschlacht in Robertson

In der Nacht vor der zweiten Etappe hatte es immer wieder sintflutartig geregnet und auch als um 07:00 Uhr der Startschuss für das 103 Kilometer lange Teilstück fiel öffnete der Himmel erneut seine Schleusen. Die sechs Bulls-Piloten ließen sich von den widrigen Bedingungen jedoch nicht abschrecken und waren bestens auf diese Schlammschlacht vorbereitet.

Bereits nach wenigen Kilometern waren die Fahrer samt ihrer Maschinen von einer braunen Schlammschicht bedeckt und nass von oben bis unten. Dennoch wurde bereits vor dem ersten Waterpoint bei Kilometer 28 mächtig aufs Tempo gedrückt. Zuerst waren es Paulissen/Chiarini und Flückiger/Fanger, die sich mit einem kleinen Vorsprung an die Spitze setzten, doch etwa 20 Kilometer später schlossen Platt/Huber, Böhme/Stiebjahn, Mennen Hynek und Looser/Genze auf. Nach Hubers Einbruch am gestrigen Tage waren Platt/Huber heute wieder in sehr starker Verfassung und diktierte nun gemeinsam mit Mennen/Hynek das Tempo. Flücker/Fanger und Paulissen/Chiarini mussten kurz darauf ihrem frühen Kraftaufwand Tribut zollen und verloren den Anschluss an die Spitzengruppe, wenig später wurden Looser/Genze von einem Defekt aufgehalten. Als Platt/Huber und Mennen/Hynek auf den letzten 30 Kilometern dann erneut das Tempo forcierten mussten auch Böhme/Stiebjahn abreißen lassen. Wenige Kilometer vor dem Ziel verschafften sich Mennen/Hynek dann einen kleinen Vorsprung, dazu hatte Platt mit Schaltproblemen am vom Schlamm blockierten Umwerfer zu kämpfen. Mit einem Rückstand von 1:25 Minuten überquerten die beiden die Ziellinie in Robertson auf Rang zwei und fuhren mit diesem Comeback geradewegs ins gelbe Leadertrikot. Böhme/Stiebjahn komplettierten mit Rang drei das Podium und rückten damit auch in Gesamtwertung auf Platz drei vor.

Sahm/Dietsch hatten einen weniger angenehmen Tag im Sattel. Thomas Dietsch litt seit dem Vorabend an starken Magen-Darm Probleme und musste die Etappe mit leeren Energie-Depots bestreiten. Trotz dieser Schwierigkeiten kämpfte sich der Franzose, mit der Unterstützung von Partner Sahm, durch die schlammigen 103 Kilometer und das Duo finishte auf Rang elf.

„Mann das war vielleicht eine Plackerei heute! Spaß ist echt was anderes, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Urs und ich heute richtig was drauf hatten. Um ein Haar wäre der Tag heute allerdings anders ausgegangen. Etwa bei Kilometer 20 bin ich mit Vollgas durch ein riesiges Wasserloch gefahren, da hat es mir urplötzlich das Vorderrad weggezogen und ich hab´ mich bilderbuchmäßig überschlagen. Ich war erst mal ein wenig benommen, konnte glücklicherweise aber recht bald wieder richtig Gas geben. Danach lief es wie am Schnürchen und gemeinsam mit Tim und Stiebi, die heute ebenfalls ein super starkes Rennen gefahren sind, haben wir vorne Dampf gemacht. Im Finale hatte ich dann einen kurzen Hänger und wir konnte die Lücke zu Topeak, die wir durch meine Schaltproblem bekommen haben, nicht wieder schließen. Im Schlamm lässt sich so etwas halt nicht verhindern. Dennoch  - ich glaube wir können extrem zufrieden mit dem heutigen Tag sein. Wir haben Gelb geholt und stehen mit zwei Teams auf dem Podium!“ resümierte Platt die Geschehnisse.


Ergebnisse Stage #2
1.     Robert Mennen / Kristian Hynek – Topeak Ergon Racing Team – 4:12:17 h
2.     Karl Platt / Urs Huber – Team Bulls – 4:13:42 h
3.     Tim Böhme / Simon Stiebjahn – Team Bulls 2 – 4:17:19 h
11.   Stefan Sahm / Thomas Dietsch – Team Bulls 3 – 4:35:34 h

Gesamtwertung:
1.     Karl Platt / Urs Huber – Team Bulls – 10:01:55 h
2.     Robert Mennen / Kristian Hynek – Topeak Ergon Racing Team – 10:03:05 h
3.     Tim Böhme / Simon Stiebjahn – Team Bulls 2 – 10:04:55 h
10.   Stefan Sahm / Thomas Dietsch / Team Bulls 3 – 10:33:31 h

Bilder: © Sportograf